Nichtlineare optische Kristalle

KTP-Kristalle für nichtlineare Optik

KTP-Kristalle zur Frequenzverdopplung von 1064 auf 532 nm sowie für optisch-parametrische Prozesse und Frequenzmischung, mit anwendungsspezifischen Kristallschnitten zur Phasenanpassung.

  • Lieferant und Fertigungspartner mit Sitz in Deutschland
  • Fertigung nach Kundenspezifikationen
  • Optische Prüfung und Messung nach spezifizierten Anforderungen
  • Von Einzelteilen und Prototypen bis zur Wiederholbelieferung
Auswahl rechteckiger KTP-Kristalle mit rosa und violetten Reflexionen auf dunklem Hintergrund

Produktübersicht

Kundenspezifische KTP-Kristalle können mit anwendungsspezifischen Kristallorientierungen, Abmessungen, Oberflächenbearbeitung und optischen Beschichtungen spezifiziert werden.

KTP (Kaliumtitanylphosphat, KTiOPO₄) ist ein weitverbreiteter nichtlinearer optischer Kristall für die Frequenzkonversion von Laserstrahlung. Eine der häufigsten Anwendungen ist die Frequenzverdopplung (SHG) von Nd-dotierten Lasern mit Typ-II-Phasenanpassung, bei der nahinfrarote Laserstrahlung bei 1064 nm in grünes Licht bei 532 nm umgewandelt wird.

Sein vergleichsweise hoher nichtlinearer Koeffizient, die breiten Winkel- und Temperaturakzeptanzbereiche, der geringe Walk-off sowie die gute mechanische Stabilität machen KTP auch für die optisch-parametrische Erzeugung und Oszillation, die Frequenzmischung und ausgewählte elektrooptische Anwendungen geeignet.

Vorteile auf einen Blick

  • Hoher nichtlinearer optischer Koeffizient
  • Große Winkel- und Temperaturakzeptanz
  • Geringer räumlicher Walk-off
  • Nicht hygroskopisch
  • Gute mechanische und chemische Stabilität
  • Breiter spektraler Transparenzbereich

Typische Spezifikationen

Repräsentativer Fertigungsbereich
Querschnittsabmessungen2 × 2 mm bis 10 × 10 mm
Kristallschnitt / Phasenanpassungswinkelθ und φ entsprechend dem erforderlichen Frequenzkonversionsprozess
PhasenanpassungstypTyp I oder Typ II
Oberflächenebenheit< λ/8 bei 633 nm
Oberflächenqualität10/5 Scratch-Dig
Parallelität< 20 Bogensekunden
Rechtwinkligkeit< 5 Bogenminuten
Fase0,15 mm × 45°

Eigenschaften

Physikalische Eigenschaften

Chemische Formel
KTiOPO₄
Kristallstruktur
Orthorhombisch
Raumgruppe / Punktgruppe
Pna2₁ / mm2
Gitterparameter
a = 6,404 Å; b = 10,616 Å; c = 12,814 Å; Z = 8
Schmelzpunkt
1172 °C
Curie-Temperatur
936 °C
Mohshärte
5
Dichte
3,01 g/cm³
Hygroskopizität
Nicht hygroskopisch
Wärmeleitfähigkeit
13 W/(m·K)
Wärmeausdehnungskoeffizient
αx = 11 × 10⁻⁶ K⁻¹; αy = 9 × 10⁻⁶ K⁻¹; αz = 0,6 × 10⁻⁶ K⁻¹
Elektrische Leitfähigkeit
3,5 × 10⁻⁸ S/cm, c-Achse, 22 °C, 1 kHz

Lineare optische Eigenschaften

Transparenzbereich
350–4400 nm
Brechungsindizes bei 1064 nm
nx = 1,7404; ny = 1,7479; nz = 1,8296
Brechungsindizes bei 532 nm
nx = 1,7797; ny = 1,7897; nz = 1,8877
Thermooptische Koeffizienten
∂nx/∂T = 1,1 × 10⁻⁵ K⁻¹; ∂ny/∂T = 1,3 × 10⁻⁵ K⁻¹; ∂nz/∂T = 1,6 × 10⁻⁵ K⁻¹
Sellmeier-Gleichung für nx (λ in µm)
nx² = 3,0067 + 0,0395 / (λ² − 0,04251) − 0,01247λ²
Sellmeier-Gleichung für ny (λ in µm)
ny² = 3,0319 + 0,04152 / (λ² − 0,04586) − 0,01337λ²
Sellmeier-Gleichung für nz (λ in µm)
nz² = 3,3134 + 0,05694 / (λ² − 0,05941) − 0,016713λ²
Die KTP-Transmission steigt am kurzwelligen Rand steil an, bleibt über den größten Teil des dargestellten Wellenlängenbereichs weitgehend konstant und fällt am langwelligen Ende des dargestellten Bereichs ab.
KTP-Transmissionskurve: steiler Anstieg am kurzwelligen Rand, weitgehend gleichbleibende Transmission über den größten Teil des dargestellten Bereichs und ein Abfall am langwelligen Ende des dargestellten Bereichs.

Nichtlineare optische Eigenschaften

Phasenanpassungsbereich für Typ-II-SHG in der x-y-Ebene
0,99–1,08 µm
Phasenanpassungsbereich für Typ-II-SHG in der x-z-Ebene
1,1–3,4 µm
Typ-II-SHG bei 1064 nm
θ = 90°, φ = 23,5°
Walk-off-Winkel
Ca. 4 mrad
Winkelakzeptanz
Δθ ≈ 55 mrad·cm; Δφ ≈ 10 mrad·cm
Temperaturakzeptanz
ΔT ≈ 22 K·cm
Spektrale Akzeptanz
0,56 nm·cm
Elektrooptischer Koeffizient r13
Niederfrequenz: 9,5 pm/V; Hochfrequenz: 8,8 pm/V
Elektrooptischer Koeffizient r23
Niederfrequenz: 15,7 pm/V; Hochfrequenz: 13,8 pm/V
Elektrooptischer Koeffizient r33
Niederfrequenz: 36,3 pm/V; Hochfrequenz: 35,0 pm/V
Elektrooptischer Koeffizient r51
Niederfrequenz: 7,3 pm/V; Hochfrequenz: 6,9 pm/V
Elektrooptischer Koeffizient r42
Niederfrequenz: 9,3 pm/V; Hochfrequenz: 8,8 pm/V

Repräsentative Beispiele

  1. 6 × 6 × 16 mm, OPO mit Pumpwellenlänge 532 nm

    • θ = 64°, φ = 0°
    • AR-Beschichtung bei 532 nm und 840–880 nm
  2. 2 × 2 × 5 mm, Typ-II-SHG bei 1064 nm

    • AR-Beschichtung bei 1064 / 532 nm
  3. 2 × 2 × 7 mm, SHG bei 1064 nm

    • AR-Beschichtung bei 1064 / 532 nm
  4. 5 × 5 × 10 mm, x-Schnitt

    • AR-Beschichtung bei 1064 nm und 1570–1590 nm
Weitere Beispiele anzeigen (4)Weniger Beispiele anzeigen
  1. 5 × 5 × 2 mm, SHG bei 1064 nm

    • S1: HR bei 1064 nm, R > 99,8 %; HT bei 532 nm, T > 97 %
    • S2: AR bei 1064 / 532 nm, R < 0,25 %
  2. 3 × 3 × 10 mm, SHG bei 1064 nm

    • S1: AR bei 1064 nm, R < 0,25 %; HR bei 532 nm, R > 99,7 %
    • S2: AR bei 1064 / 532 nm, R < 0,25 %
  3. 10 × 10 × 7 mm, Typ-II-SHG bei 1064 nm

    • AR-Beschichtung bei 1064 / 532 nm
  4. 6 × 8 × 15 mm, Typ-II-OPO mit Pumpwellenlänge 1064 nm

    • θ = 55°, φ = 0°
    • AR-Beschichtung bei 1064 nm und 1,91–2,4 µm

Typische Anwendungen

  • Frequenzverdopplung (SHG), insbesondere von 1064 nm auf 532 nm
  • Optisch-parametrische Erzeugung, Verstärkung und Oszillation (OPG/OPA/OPO)
  • Summen- und Differenzfrequenzerzeugung (SFG/DFG)
  • Ausgewählte Anwendungen der elektrooptischen Modulation und optischen Schaltung

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